Vogelgezwitscher, erste Blüten und Gedanken an kurze Ärmel: Kaum siedeln sich die Temperaturen wieder im zweistelligen Bereich an, denken viele Menschen wieder an ihre Fahrräder. Geputzt wird, was im Winter genutzt, geweckt, was in Winterschlaf geschickt wurde. Doch einfach aus dem Keller holen und losradeln geht nicht. Worauf muss man also achten?

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Entscheidend ist der Druck
Am auffälligsten sind Reifen: Stand das Fahrrad im Winter im Keller, haben die Reifen Luft verloren. Das ist völlig normal und schnell behoben. „Der zulässige minimale und maximale Luftdruck ist auf der Reifenflanke angegeben“, erklärt Carsten Zahn vom Reifenhersteller Schwalbe (www.schwalbe.com). „Dabei sollten schwerere Fahrer eher den höheren Luftdruck wählen, Fahrer mit geringerem Gewicht oder mehr Komfortbedarf können entsprechen weniger Druck aufpumpen.“ Wurde das Fahrrad den Winter über benutzt, sollten die Reifen auf lästige Überbleibsel untersucht werden. Scherben und kleine Split-Steine arbeiten sich mitunter langsam durch den Pneu. Ist der Reifen stark abgefahren oder weist Schnitte auf, die bis zum Karkassenmaterial durchgehen, sollte er ausgetauscht werden. Zum Aufpumpen empfiehlt sich übrigens eine robuste Standpumpe mit Manometer, die auch hohen Reifendruck herstellt und präzise anzeigt.
Frisch geölt läuft doppelt gut
Clever ist, wer das Rad vor dem Einmotten gut gepflegt hat! Hier ist die Kette ein guter Indikator: Läuft sie trocken, muss sie geölt werden. Quietscht sie erst mal, setzt sie bald Rost an und verschleißt unnötig schnell.
Sehen und gesehen werden
Zwar werden die Tage nun wieder länger, aber funktionierendes Licht muss trotzdem immer ans Rad. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um veraltete Lampen mit „Birnchen“ auszutauschen. Denn LED-Beleuchtung lebt nicht nur wesentlich länger, sie strahlt auch deutlich heller. „Die jüngste Generation der Frontscheinwerfer sorgt mit Tagfahrlicht für maximale Sichtbarkeit“, sagt Sebastian Göttling vom Beleuchtungshersteller Busch & Müller (www.bumm.de). Das Ganze erfolgt zudem automatisch: Bei Tage leuchten bis zu sechs kleine LEDs, abends schaltet sich die Haupt-LED hinzu und strahlt mit bis zu 60 Lux. Gespeist wird die Lichtanlage 2011 natürlich von einem Nabendynamo, der unmerklich und zuverlässig für Strom sorgt.
Bremsen
Unbedingt muss vor Wiederinbetriebnahme des Rads die Bremsanlage geprüft werden – im Zweifelsfall sollte der Fachmann einen Blick drauf werfen. „Sind die Bremsbeläge verschlissen, gehören sie getauscht! Das betrifft Felgenbremsen und Scheibenbremsen gleichermaßen. Und es schließt auch eine Überprüfung der Felgen mit ein. Alle hochwertigen Felgen haben einen integrierten Verschleißindikator. Werden die Bremsen vernachlässigt, droht akute Sturzgefahr!
Putzen und Pflegen
Gerade wer sein Rad durch den Winter getrieben hat, wird ihm nun den verdienten Frühjahrsputz zuteil werden lassen. Doch auch Kellerstaub muss runter! Finish Line hat zu diesem Zwecke den schlauen Eimer „Pro Care“ zusammengestellt, der alles Nötige enthält: Fahrradreiniger, Entfetter zum Lösen alten, verdreckten Fetts, diverse Bürsten und verschiedene Schmiermittel für die Pflege hernach. Kostenpunkt 39,95 Euro. Dem hartnäckigsten Kettenschmutz rückt übrigens eine spezielle Kettenwaschanlage zu Leibe: „Chain Gang“ heißt das Set, es kommt vom amerikanischen Hersteller Park Tool und beinhaltet die Waschanlage, Entfetter und einen Zahnkranzreiniger – erhältlich für 44,95 Euro (www.grofa.com).

Wem das alles selbst zu viel Arbeit ist, der bringt sein Rad einfach zum nächsten Fachhändler. Ca. 40 Euro sind der gängige Preis für diesen Service.

Quelle Pressedienst Fahrrad